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Wie viel kostet die Privatisierung von Leistungen der Krankenversicherung? Das Beispiel des "Medicare Modernization Act" von 2003 (5.5.09)
Gute und schlechte Nachrichten - Ist das Medicaid-Programm der USA auch Modell für die künftige Absicherung ärmerer Kranker? (2.5.09)
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Multi- versus single-payer-System: Was macht das US-Gesundheitssystem so teuer? Nicht notwendig und allein seine hohen Verwaltungskosten! (1.8.2008)
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Krankheitsbedingte Verschuldung und Zahlungsunfähigkeit in den USA (19.8.2005)

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Nichts ist unmöglich, bei Toyota: Firmeneigenes Krankenhaus in den USA eröffnet

Artikel 0300 Die Verdoppelung der in der us-amerikanischen Filiale des japanischen Autokonzerns (noch) überwiegend vom Unternehmen gezahlten Krankheitskosten innerhalb der letzten 5 Jahre, veranlasste das Unternehmen nach einem Bericht der "Detroit News" vom 8.11. 2006 im neuesten Werk in San Antonio gleich eine unternehmenseigene Klinik für die 2000 Arbeiter und ihre Familien sowie die 2.100 auf dem Firmengelände aktiven Zulieferer-Arbeitnehmer mitzubauen. Die Klinik bietet Augen- und Zahnbehandlung sowie eine Palette primärärztlichen und präventivmedizinischer Leistungen.

Nach ähnlichen Aktivitäten der Ford Motor-Company in den 1950er Jahren erwartet nun Toyota trotz der von Arbeitnehmern und der Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW geäußerten Bedenken der Vertraulichkeit der Behandlung gegenüber dem Unternehmen, weniger Ausgaben bei höherer Versorgungsqualität. In der Klinik sollen sich am Ende sieben Ärzte durchschnittlich 20 Minuten um jeden Patienten (durchschnittliche Dauer eines Arztkontakts in den USA: 7 Minuten) kümmern können. Ihre Bezahlung hängt dabei nicht von der Anzahl der behandelten Patienten ab. Solange in den USA keine umfassende nationale Gesundheitsversicherung entsteht, ist für einige Arbeitgeber (der Autokonzern General Motors ist u.a. wegen seiner Alters- und Gesundheitsausgaben am Rande des Bankrotts) und ihre Beschäftigten offensichtlich nichts unmöglich.

Bernard Braun, 12.11.2006