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Patienten
Arztberuf, ärztl. Aus- und Fortbildung
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Ärzte weiterhin die angesehenste Berufsgruppe. Aber ihr Berufsprestige wird kleiner!
Das Institut für Demoskopie Allensbach stellt seit 1966 in einem Mehrjahresrhythmus an die Bevölkerung folgende Frage: "Hier sind einige Berufe aufgeschrieben. Könnten Sie bitte die fünf davon heraussuchen, die Sie am meisten schätzen, vor denen Sie am meisten Achtung haben?" Den Befragten wird dabei eine Liste mit siebzehn Berufen vom Arzt über den Pfarrer, den Rechtsanwalt, den Ingenieur, den Politiker, den Studienrat bis zum Gewerkschaftsführer vorgelegt.
In der zuletzt 2008 durchgeführten Befragung stand der Arztberuf wie seit Jahrzehnten mit großem Abstand gegenüber anderen Berufen an der Spitze der Berufsprestigeskala: Bundesweit zählen ihn 78 % der Bevölkerung zu den Berufen, denen sie besondere Achtung entgegenbringen.
An zweiter Stelle steht der Beruf des Pfarrers (39 %). Die Berufe des Hochschulprofessors (34 %) und des Grundschullehrers (33 %) folgen an dritter und vierter Stelle der aktuellen Skala.
Beide Berufe haben seit 2003 deutlich an Prestige gewonnen, der Beruf des Hochschulprofessors um 4 Prozentpunkte, der Beruf des Grundschullehrers sogar um 6 Prozentpunkte.
Andererseits gibt es aber auch Verlierer zu denen vor allem Rechtsanwälte und Politiker gehören Das Ansehen der Rechtsanwälte lag bis Ende der 90er Jahre immerhin bei 37 %, inzwischen zählen nur noch 27 % diesen Beruf zu denjenigen, vor denen sie ganz besondere Achtung haben. Fortdauernder Prestigeverlust kennzeichnet den Beruf des Politikers. Das Ansehen der Politiker als Berufsgruppe ist in Deutschland niemals sehr groß gewesen. Einen Höhepunkt des allgemeinen Berufsansehens für Politiker gab es immerhin Anfang der 70er Jahre. Damals bekundeten 27 % der Westdeutschen ihren besonderen Respekt vor dem Politikerberuf. Zur Zeit tun dies nur noch 6 % in Westdeutschland und 7 % in Ostdeutschland.
Aber auch das Prestige der Ärzte verblasst auf dem immer noch hohen Niveau kontinuierlich: 1966 zählten 84 % der Westdeutschen den Arztberuf zu den fünf Berufen, vor denen sie am meisten Achtung haben. Inzwischen sagen das noch 74 % im Westen. Auch wenn das Prestige des Arztberufes seit 2003 wieder um 6 Prozentpunkte zugenommen hat, hinterlassen offensichtlich die diversen Abrechnungsskandale und Ärzteschelte wegen Kunstfehlern und Fehlbehandlungen ihre Spuren.
Die ausführliche Presserklärung "Ärzte weiterhin vorn. Grundschullehrer und Hochschulprofessoren haben an Berufsansehen gewonnen. Die Allensbacher Berufsprestige-Skala 2008 (2008/2) ist kostenlos erhältlich.
Bernard Braun, 26.4.2008