
Home | Patienten | Gesundheitssystem | International | GKV | Prävention | Epidemiologie | Websites | Meilensteine | Impressum
Weitere Artikel aus der Rubrik
Patienten
Arztberuf, ärztl. Aus- und Fortbildung
Fehlverhalten von Ärzten: Zufall, beeinflussbare individuelle Ursachen und gibt es Frühwarnzeichen? (8.5.10)
Erstmalige Evaluation der Qualität ärztlicher Weiterbildung in Deutschland: Licht und Schatten (11.3.10)
Wozu diente die Altersgrenze für Vertrags(zahn)ärzte und warum ist ein EuGH-Urteil zu einem alten SGB V-Paragraphen interessant? (19.1.10)
Bedingt studienmüde - Vom unterschiedlichen Engagement deutscher Ärzte bei Anwendungs- und Versorgungsstudien (25.8.09)
Was halten Ärzte von "shared decision making" und "decision aids" und warum nutzen sie sie nicht intensiver? (27.5.09)
Was kostet die Interaktion mit privaten Krankenversicherern Ärzte und weiteres Praxispersonal in den USA an Zeit und Geld? (17.5.09)
Befreiung vom Einfluss der Industrie - Forderungen an Medizinische Fachgesellschaften (3.4.09)
Literaturübersicht zum Sponsoring ärztlicher Fort- und Weiterbildung durch die Pharma-Industrie (4.2.09)
Das Einkommen von Ärzten in OECD-Ländern: Die Schere zwischen Fach- und Allgemeinärzten wird größer (31.1.09)
"Süchtige Halbgötter" oder "entmachtete Übermenschen" - Haben Ärzte Probleme mit Suchtsubstanzen? (29.1.09)
Warum uneingeschränkte Transparenz in Interessenregistern und Ablehnung jedes Vorteils ein Muss für die ärztliche Profession ist (2.11.08)
"So, wann sagt man schon mal, ja das macht der Allgemeinmediziner": Allgemeinmedizin bei Studenten und Hausärzten unterschätzt! (24.8.2008)
Bundessozialgericht unterstreicht umfassende Pflicht von Vertragsärzten, den ärztlichen Notfalldienst zu gewährleisten (31.5.2008)
Ärzte weiterhin die angesehenste Berufsgruppe. Aber ihr Berufsprestige wird kleiner! (26.4.2008)
Wissenslücken und Schwierigkeiten der praktischen Umsetzung von Wissen bei US-Ärzten: Beispiel Virus-Grippe und CMV-Infektion (28.1.2008)
"We must end doctor brain drain.” - Ein Fünftel von Afrikas Ärzten und ein Zehntel seiner Pflegekräfte arbeiten im Ausland! (12.1.2008)
"Isabel" - Wie gut ist die neue Generation der Computer-Software zur klinischen Differential-Diagnose? (3.1.2008)
"Irren ist ärztlich" oder wo man lieber nicht seinem Arzt glauben sollte: Medizinische Mythen an die sogar Ärzte glauben. (23.12.2007)
"Heuchlerische Schwüre” oder Welche praktische Relevanz haben die hohen ethischen Standards der großen Mehrheit der US-Ärzte? (18.12.2007)
Wie ausschließlich können und dürfen sich Ärzte im Bonus-,Malus- oder Rabatt-Zeitalter noch um das Wohl der Patienten kümmern? (3.12.2007)
"Unzufriedene Manager im goldenen Gefängnis": Deutsche Allgemein-Ärzte im internationalen Vergleich (25.10.2007)
Weniger als die Hälfte der niedergelassenen Ärzte hält ein Marketing für die Praxis für wichtig (21.10.2007)
"Academic Detailing" - Wissenschaftliche Weiterbildung direkt in der Arztpraxis: Eine Alternative zum Pharmareferenten (13.10.2007)
Prüfungen für angehende Ärzte über ihre Kommunikationsfähigkeit erlauben Prognosen für spätere Patientenbeschwerden (7.9.2007)
Studie zur Berufszufriedenheit von Ärzten: Verbesserte Arbeitsbedingungen sind wichtiger als finanzielle Aspekte (10.7.2007)
Berufszufriedenheit von Ärzten und Pflegekräften: Unterstützung durch Vorgesetzte ist ein zentraler Einflussfaktor (5.7.2007)
Allgemeinmedizin in den USA= Schlechtbezahlte "Frauenarbeit" oder der Exodus männlicher Ärzte in die Facharztwelt!? (3.7.2007)
Arbeitszufriedenheit, Gesundheit und Arbeitsqualität von Ärzten - Wichtige Zusammenhänge für Ärzte und Patienten (29.5.2007)
Der Frauenanteil unter den Ärzten steigt: Ist dadurch die "sprechende Medizin" im Kommen? (15.3.2007)
Patienten mit psychosozialen Problemen rufen bei vielen Ärzten Stress, Frustration und Unzufriedenheit hervor (5.3.2007)
MEZIS (Mein Essen zahle ich selbst) - Initiative unbestechlicher und unabhängiger Ärzte gegründet (7.2.2007)
Bürokratie-Nebeneffekte: In vielen Patientenakten fehlen wichtige Informationen (2.1.2007)
"Wirtschaftliche Notlage" der Ärzteschaft? Fakt ist: Die Einkommensunterschiede der Ärzte sind immens (31.12.2006)
Informationspflichten von niedergelassenen Ärzten und "Bürokratiekosten" (28.12.2006)
Mehrheit der niedergelassenen Ärzte ist mit dem Beruf zufrieden (20.12.2006)
Der Arztberuf im Wandel (2.11.2006)
Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit (2.8.2005)
Hormontherapie: Neuere Forschungserkenntnisse gelangen kaum in Arztpraxen (24.7.2005)
Seite mit den Texten aller Artikel aufrufen:
Arztberuf, ärztl. Aus- und Fortbildung
Andere Rubriken in "Patienten"
Verhaltenssteuerung (Arzt, Patient), Zuzahlungen, Praxisgebühr |
Arztberuf, ärztl. Aus- und Fortbildung |
Informationspflichten von niedergelassenen Ärzten und "Bürokratiekosten"
Keine der vielen Neuerungen der letzten Jahre im Gesundheitswesen, also auch die in der ambulanten ärztlichen Versorgung, wurde ohne heftige Klagen über den damit verbundenen Anstieg der administrativen Arbeiten zulasten der eigentlichen ärztlichen Tätigkeiten eingeführt. Dies betraf etwa die Disease Management-Programme (DMP) und die Verträge zur hausärztlichen oder integrierten Versorgung.
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe verharrte nun nicht nur beim Lamentieren, sondern ließ mit einem Standard-Kostenmodell den bürokratischen Aufwand in der ambulanten Versorgung samt den dadurch entstehenden Kosten quantifizieren.
Die wesentlichen Ergebnisse dieser Analysen wurden in der Weihnachtsnummer 2006 des "Deutschen Ärzteblatts" veröffentlicht und sehen folgendermaßen aus:
• Die Sozialgesetzgebung, die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses, die zwischen den Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen ausgehandelten Bundesmantelverträge und schließlich die Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung selber führen zu fast 600 Informationspflichten wie Berichts-, Dokumentations- und Meldepflichten für den Vertragsarzt.
• Rechnet man die dafür aufzuwendende ärztliche Arbeitszeit zusammen, entfallen allein auf die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe so genannte Bürokratiekosten von 160 Millionen Euro. Bundesweit betragen diese Kosten rund 1,6 Milliarden Euro.
• "Kosten-Spitzenreiter" ist die diagnostische Radiologie. Ihr folgen der Kostenaufwand für die Praxisgebühr (bundesweit rund 220 Millionen Euro), die Gesundheitsuntersuchung, DMPs und Anfragen der Krankenkassen.
• Zu den wesentlichen Schlussfolgerungen und Forderungen der Ärzte gehört, die Dokumentationsauflagen stark zu vereinfachen. Dabei wird kaum reflektiert, dass der Gesetzgeber und die Krankenkassen vielfach wegen der deutlichen Divergenzen zwischen behaupteten und abgerechneten sowie tatsächlich erbrachten ärztlichen Leistungen und einem gewissen Vertrauensschwund auf der akribisch genauen Erfassung der ärztlichen Tätigkeit beharrten.
Der Ärzteblatt-Artikel "600 Informationspflichten für den Vertragsarzt" fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen.
Hier finden Sie die Langversion der Bürokratiekostenuntersuchung in der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe
Bernard Braun, 28.12.2006