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Patienten
Hausärztliche und ambulante Versorgung


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Ärztemangel: Die erstarrte Arbeitsteilung zwischen den Gesundheitsfachberufen

Artikel 0290 Der Bundestag hat jetzt im Oktober 2006 ein Gesetz verabschiedet, um dem Ärzte-Mangel in strukturschwachen Regionen entgegenzuwirken. Mit den Stimmen der Koalitions-Mehrheit wurden vor allem Zulassungs-Beschränkungen für Ärzte gelockert. So darf ein niedergelassener Arzt ab kommenden Jahr mehrere Praxen haben. Krankenhausärzte dürfen zusätzlich in Praxen tätig sein. In strukturschwachen Regionen können Mediziner auch über die Altersgrenze von 68 Jahren tätig bleiben.

Zur Frage des Ärztemangels hat jetzt Prof. Norbert Schmacke (Universität Bremen) ein Papier veröffentlicht, in dem einige bislang wenig problematisierte Aspekte der Thematik angesprochen werden:
1. An welchen Indikatoren soll eine ausreichende Arztdichte festgemacht werden?
2. Wie kann der international favorisierte Ansatz von primärärztlicher Versorgung mit neuen Kooperationsstrukturen in Deutschland attraktiver gemacht werden?
3. Auf welchem Weg kann die Rolle der nichtärztlichen Berufe, insbesondere der Pflege, für die ambulante Versorgung gestärkt werden?

Er kommt in seinem Aufsatz u.a. zu dem Schluss, dass ein Überdenken der bislang weitgehend fest gefrorenen Arbeitsteilung zwischen den Gesundheitsfachberufen und eine Überwindung der Kluft zwischen Ärzten und Pflegekräften sinnvolle Lösungen des Problems zugunsten von Ärzten wie Patienten bieten könnte.

Der Aufsatz ist hier als als PDF-Datei verfügbar: Norbert Schmacke: Ärztemangel - Viele Fragen werden noch nicht diskutiert

Gerd Marstedt, 6.11.2006