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Epidemiologie
Psychische Erkrankungen


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Jeder vierte Europäer ist psychisch krank - warnt die EU (19.10.2005)
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Jeder vierte Europäer ist psychisch krank - warnt die EU

Artikel 0158 In vielen Tageszeitungen tauchte jetzt eine ähnliche Meldung auf: "Jeder vierte EU-Europäer ist psychisch krank. Mehr als 27 Prozent aller Erwachsenen in der EU bekämen jedes Jahr entsprechende Probleme, teilte die Brüsseler Behörde mit. Am häufigsten träten dabei Depressionen und Angststörungen auf. Psychische Erkrankungen seien die Hauptursache für die rund 58.000 Selbsttötungen jährlich in der EU. Das übertreffe die Zahl der Verkehrstoten." Zwischen den EU-Staaten gebe es erhebliche Unterschiede, so reiche die Selbstmordrate von 44 pro 100.000 Personen in Litauen bis zu 3,6 pro 100.000 Menschen in Griechenland. Hintergrund der Pressemeldung war die Vorstellung einer EU-Veröffentlichung "Grünbuch psychische Gesundheit", das die EU-Kommission in Brüssel vorstellte. Depressionen und Angststörungen seien die am weitesten verbreiteten Krankheiten, erläuterte ein Sprecher. Die Zahl der Selbstmorde sei in der EU derzeit höher als die der Verkehrstoten.

Mit dem Grünbuch will die Kommission eine politische Debatte darüber anstoßen, wie dem Problem psychischer Störungen auf EU-Ebene besser begegnet werden kann. Die Kommission schlägt verschiedene Maßnahmen vor, darunter einen Dialog mit den Mitgliedsstaaten über einen Aktionsplan zur psychischen Gesundheit. Auch über ethische Fragen wie die Grundrechte psychisch kranker und geistig behinderter Menschen soll beraten werden und mit Hilfe eines neuen Informationssystems will die Kommission Daten sammeln, Trends beobachten und bewährte praktische Methoden ermitteln. Kurzum: Die Maßnahmen der Kommission zielen auf eine Entwicklung von Maßnahmen.

Die mitgeteilten Daten zur Verbreitung psychischer Erkrankungen sind im Übrigen nicht neu. Sie basieren auf einem schon 2004 vorgestellten Dossier "The State of Mental Health in the European Union", das (in englischer Sprache) auf 86 Seiten sehr detaillierte Statistiken und Diagramme zur Epidemiologie psychischer Erkrankungen in der EU darstellt, darunter: Verbreitung psychischer Störungen und psychiatrischer Erkrankungen, Selbstmorde, Alkohol-, Tabak- und Drogenprobleme, Einfluss von Risikofaktoren wie Armut, Migration, Arbeitslosigkeit. Auch gesundheitspolitische Maßnahmen und Indikatoren zur medizinischen Versorgung werden ansatzweise erläutert.

Gerd Marstedt, 19.10.2005