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Epidemiologie
Psychische Erkrankungen


Ein schwacher Trost!? Wenn man Gedächtnisprobleme merkt, ist die Gefahr einer finalen Demenzerkrankung relativ gering. (13.10.17)
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Psychische Erkrankungen führen immer häufiger zur Arbeitsunfähigkeit (6.7.2005)

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Psychische Erkrankungen
 

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Psychische Erkrankungen führen immer häufiger zur Arbeitsunfähigkeit

Artikel 0003 Der Trend zu niedrigen Krankenständen setzt sich nach Angaben des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) weiter fort. Bei den fast 10 Millionen AOK-Mitgliedern ging der Krankenstand auch im Jahr 2004 deutlich zurück und erreichte mit 4,5% den niedrigsten Wert seit mehr als 10 Jahren. Trotz insgesamt sinkender Krankenstände nehmen aber die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen zu. Die Zahl der Krankmeldungen nahm auch im Jahr 2004 erheblich ab. Gegenüber dem Vorjahr war ein Rückgang um 8,9% zu verzeichnen. Im Durchschnitt waren die AOK-Mitglieder 16,4 Tage krank geschrieben. Im Jahr zuvor waren es noch 17,7 Tage gewesen. In Ostdeutschland fiel der Krankenstand mit 4,3% noch niedriger als im Westen aus. Dort lag er bei 4,5%.

Psychische Erkrankungen haben in den letzten Jahren vermehrt zu Arbeitsausfällen geführt. Allein im Jahr 2004 stieg die Anzahl der dadurch bedingten Ausfalltage um 10%. Frauen sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als Männer. Bei ihnen stellen diese nach den Muskel- und Skeletterkrankungen und Atemwegserkrankungen mittlerweile die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten dar. In den letzten Jahren haben allerdings psychische Erkrankungen bei Männern stark zugenommen (Anstieg der AU-Fälle um 82% im Zeitraum von 1994 - 2003), so dass sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit der Erkrankungen verringert haben. Überdurchschnittlich viele Erkrankungstage aufgrund psychischer Erkrankungen sind im Gesundheitswesen, im Versicherungsgewerbe und in der öffentlichen Verwaltung zu verzeichnen. Bei den psychischen Erkrankungen dominieren Depressionen und neurotische Erkrankungen. Dazu gehören beispielsweise Angsterkrankungen, Zwangsstörungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und psychosomatische Erkrankungen.

Weitere Infos:   Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

Gerd Marstedt, 6.7.2005