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Handhygiene in Kliniken: "probably slightly reduces infection…and colonisation rates" aber "based moderate certainty of evidence" (13.9.17)
Zwischen unter 20% bis 70%: Unterschiede der durch Verhaltensmodifikationen beeinflussbaren Krebsinzidenz und Mortalität (23.5.16)
"Die Studie zum Sonntag" - Frauen, die mehr als 1x pro Woche in einen Gottesdienst gehen, leben länger und gesünder (22.5.16)
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Ein Hauch von Scylla und Charybdis: Einmalige Gabe einer Jahresdosis Vitamin D zur Sturzprävention ist nicht erfolgreich (6.8.10)
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Zwischen "Cash-for-pounds" und Spekulation gegen sich selbst": Geld-Anreize von US-Firmen zum Abbau von Übergewicht - erfolgreich? (12.11.2007)
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Aids-Prävention – eine Innovation in der Krise (27.9.2005)

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Verbraucher meinen: Politiker beachten Verbraucherinteressen zu wenig und knicken vor Wirtschaftsunternehmen ein

Artikel 1281 Verbraucher kritisieren, dass ihre Interessen von der Politik gegenüber der Wirtschaft nicht durchgesetzt werden. Dies ist zentraler Befund einer repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Insgesamt etwa 3.500 Männer und Frauen wurden von Januar bis März 2008 zu ihren Meinungen befragt im Hinblick auf ihre Rechte als Verbraucher, Einflussnahme der Politik, Veränderungswünsche sowie auch Erfahrungen mit Verbraucherschutzeinrichtungen.

Ein zu geringes Engagement der Politik für Verbraucherinteressen ist ein zentraler Kritikpunkt in der Umfrage. Beim Statement "Wenn es um die Interessen der Verbraucher geht, setzt sich die Politik auch gegen die Wirtschaft durch" gibt es von 47% der Bevölkerung eine deutliche Ablehnung, also die Werte -5, -4 oder -3 auf einer elfstufigen Skala von -5 bis +3. Und auf die Frage, ob sich die folgenden Akteure wirkungsvoll für die Verbraucher engagieren, erhält die Bundesregierung von 49%, Parteien von 57% die Bewertung einer sehr geringen Wirksamkeit.

Weitere Ergebnisse der Befragung:
• Auf die Frage, welche Themen grundsätzlich stärker zugunsten der Verbraucher verändert werden müssen, werden an erster Stelle "Lebensmittel und Lebensmittelsicherheit" genannt. Es folgen die Themen "Preise", "Energiemarkt und Energieversorgung" sowie "Einfluss auf Wirtschaft und Politik"
• Politische Verbände (Parteien, Bundes-, Landesregierungen) erhalten als Interessenvertretung der Verbraucher durchweg schlechte Noten, ähnlich wie Unternehmen und Unternehmensverbände. Auch Kirchen, aber auch die Gewerkschaften werden nicht besonders positiv bewertet, die Medien schon eher. Mit deutlichem Abstand werden jedoch die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen, in Teilen auch noch die Umweltverbände, als wirkungsvolle Interessenvertreter wahrgenommen.
• Knapp 3/4 der Befragten haben eine ungefähre Vorstellung davon, wie zur Zeit die Verbraucherzentrale finanziert wird. Die große Mehrzahl der Verbraucher befürwortet eine öffentliche Finanzierung der Verbraucherberatung. Finanzielle Engpässe durch Schließung von Beratungsstellen zu beseitigen, wird nicht als sinnvoll betrachtet. Eine breite Zustimmung findet hingegen, dass die Wirtschaft sich an der Finanzierung der Verbraucherberatung beteiligen soll. Vom "Werbegroschen" bis zu Stiftungs-und Fondsmodellen werden nahezu alle Formen befürwortet, die die finanzielle Lage verbessert, aber die bisherige Unabhängigkeit der Verbraucherzentralen nicht gefährdet.

Die 35-seitige Broschüre mit allen Ergebnissen zur Umfrage ist hier zu finden: Verbraucherschutz in Deutschland - Was meinen die Verbraucher? (Ergebnisse einer repräsentativen Verbraucherbefragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, vzbv, Berlin, Juni 2008)

Gerd Marstedt, 27.6.2008