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Patienten
Verhaltenssteuerung (Arzt, Patient), Zuzahlungen, Praxisgebühr


Handhygiene in Kliniken: "probably slightly reduces infection…and colonisation rates" aber "based moderate certainty of evidence" (13.9.17)
Fortbildungspflicht für Ärzte: Umstritten, aber wirksam (28.4.17)
Handy-Textbotschaften verbessern die Therapietreue bei chronisch kranken Personen: Ja, aber mit zahlreichen Einschränkungen. (4.4.16)
Je nach Thema bewirken auch Arzt-Ratschläge nichts: Das Beispiel Impfen. (1.6.15)
Therapietreue und Wirkung bei Medicare-PatientInnen mit Statin-Generika signifikant besser als mit Originalpräparaten (2.11.14)
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Wie lange müssen für politische Schlussfolgerungen noch positive Wirkungen der Reduktion von Zuzahlungen nachgewiesen werden? Oft! (4.12.12)
Einblicke in den Zusammenhang von finanziellen Anreizen und der Anzahl wie Art von Diagnosen bei schwedischen Ärzten (26.11.12)
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Zwei RCT-Studien zeigen keine positiven Wirkungen zweier Interventionen bei Typ 1 und Typ 2-DiabetikerInnen nach 3 und 1 Jahr! (12.5.12)
Was hilft, das Gesundheitsverhalten von Diabetikern zu verbessern? Finanzielle Anreize: Nein! Persönliche Vorbilder: Ja! (6.5.12)
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Neues aus Oregon: Was passiert, wenn arme Menschen ohne Krankenversicherungsschutz ihn per Lotterie doch erhalten? (9.7.11)
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Streichung oder Senkung von Medikamenten-Zuzahlungen verbessern Therapietreue und damit Behandlungserfolg und Wirtschaftlichkeit. (22.11.10)
Therapietreue - Ansatz zu verbesserter Gesundheit und zur Kostendämpfung (15.8.10)
Bremer Wissenschaftler fordern soziale Zuzahlungen nur für weniger kosteneffiziente Leistungen (5.6.10)
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Elektronisches Erinnerungssystem für Ärzte: Teure Versuch-und-Irrtum-Übung oder nützliche Vehaltenshilfe? (24.3.10)
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"Zauberlehrling oder Pontius Pilatus": Keine Rollen für die Protagonisten der Arztkontaktgebühr! (29.1.10)
Lieber krank feiern als krank arbeiten oder umgekehrt!? Was fördert oder hemmt die beiden Umgangsweisen mit Krankheit? (22.1.10)
Evidente, situations- und patientenbezogene "point-of-care"-Empfehlungen für Hausärzte verbessern Sekundärprävention nicht. (17.1.10)
Womit können Therapietreue und Wirtschaftlichkeit verbessert werden?: "Weniger Zuzahlungen verbessern die Therapietreue!" (8.11.09)
Antibiotika-Niedrigverbrauchsregion Ostdeutschland: Woran liegt es? (14.6.09)
Selbstkontrolle des Blutzuckers und Selbstmanagement der Ergebnisse oder HbA1c-Messung - Schwarzer Tag für Teststreifenhersteller? (13.4.09)
Finanzlasten durch medizinische Behandlung, schwindendes Patientenvertrauen und schlechtere Erwartungen zur Behandlungsqualitität (16.3.09)
§ 73 Abs. 8 SGB V: Umfassende Arzneimittel-Informationspflichten von Kassenärztlichen Vereinigungen und GKV gegenüber Ärzten. (27.1.09)
Forschung von 25 Jahren: Die mangelnde klinische Gleichwertigkeit von Generika und Original ist oft ein gut gepflegtes Phantom. (3.12.08)
Höhere Zuzahlungen senken Einnahme essenzieller Medikamente vor allem bei sozial Schwachen (28.11.08)
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Bundesgerichthof zu Grenzen der Freiheit der ärztlichen Befunderhebung und der Würdigung von Fakten in medizinischen "Gut"achten (20.6.2008)
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"Wehe, Du hast nur eine Krankheit!" oder: Wer viele Krankheiten hat, bekommt eine qualitativ bessere Behandlung (6.7.2007)
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Unerwünschte Wirkungen "geringfügiger" Medikamentenzuzahlungen (6.5.2007)
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Immer weniger Sonntagskinder, immer mehr Wunsch-Kaiserschnitte (7.10.2005)
Hormontherapie: Neuere Forschungserkenntnisse gelangen kaum in Arztpraxen (24.7.2005)
Gesundheitsreform: Die Bürger sparen auch an ihrer Gesundheit (6.7.2005)

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KBV will Qualitätsbewertungen niedergelassener Ärzte auch zur Neubestimmung der Honorare nutzen

Artikel 0948 Im April 2007 kündigte die Kassenärztliche Bundesvereinigung an, Qualitätsindikatoren für die Arbeit niedergelassener Ärzte in Deutschland zu ermitteln und sie in Pilotpraxen testen zu lassen (vgl. KBV kündigt den "Ärzte-TÜV" für niedergelassene Haus- und Fachärzte an). Jetzt wurden auf der Website der KBV neue Informationen zum Projekt "Ambulante Qualitätsindikatoren und Kennzahlen - AQUIK" mitgeteilt. Danach ist sogar daran gedacht, das noch zu entwickelnde Indikatorensystem dafür zu nutzen, um zumindest einen Teil der Honorare für ambulant tätige Ärzte von der jeweils ermittelten Versorgungsqualität abhängig zu machen.

Bis zu 30 Prozent der vertragsärztlichen Vergütung von Vertragsärzten könnten nach Aussage von KBV-Chef Dr. Andreas Köhler künftig in Abhängigkeit von der jeweils erbrachten Qualität der ärztlichen Leistung festgelegt werden. Nach einem Bericht der Ärzte-Zeitung ("Bis zu 30 Prozent der Vergütung nach Qualität") geht dies aus Köhlers Aussagen bei der 2. Nationalen Qualitätskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) in Berlin hervor: "Wir müssen lernen, dass wir nicht mehr alle Ärzte gleich lieb haben dürfen." Bei der vertragsärztlichen Vergütung sei ein grundlegendes Umdenken erforderlich. Zwar hätten sich bisherige Qualitätssicherungsmaßnahmen im ambulanten Bereich, wie Mindestmengen oder Mindestqualifikationen bewährt, doch jetzt sei ein weiterer Schritt erforderlich, die Verknüpfung der Qualität mit der Vergütung. Er verwies dabei auch auf Großbritannien, wo rund 30 Prozent der Arzt-Honorare indikatorenbasiert und damit von der Erbringung qualitätsgesicherter Leistungen abhängig seien.

Ziel des Projekts AQUIK ist nach Darstellung der KBV "die Etablierung eines validen, transparenten Satzes von Qualitätsindikatoren und Kennzahlen für die vertragsärztliche Versorgung. Mit der Messung von Versorgungs-Outcomes (Ergebnisqualität) soll die noch bestehende Lücke im Portfolio der Qualitätsinstrumente der KBV (bisher: Struktur- und Prozessqualität) geschlossen werden. Mit einem definierten und abgestimmten Set valider Qualitätsindikatoren kann der erreichte Grad der Versorgungsqualität nicht nur abgebildet werden, sondern es wird die Möglichkeit eröffnet, Vergütung an Qualitätsindikatoren zu koppeln."

Für diese Aufgabe wurde eine Projektgruppe eingerichtet, die international schon erprobte Indikatorensets erfasst und auf ihre Verwendbarkeit im deutschen Gesundheitssystem überprüft. Darüber hinaus wurden rund 200 Organisationen, darunter 62 Berufsverbände, 126 Fachgesellschaften und 8 Patientenorganisationen, darum gebeten, ihre Stellungnahme zur Bedeutung von Qualitätsindikatoren, zu diagnoseabhängigen und -unabhängigen, organisatorischen und befragungsbasierten Indikatoren sowie zum Benchmarking abzugeben. Ein erster Vorschlag für einen Indikatorenset soll 2008 vorgelegt werden. Eine Beschreibung des Vorhabens wird von der KBV hier als PDF-Datei angeboten: AQUIK-Projektbeschreibung.

Über die internationalen Erfahrungen mit Pay-For-Performance Systemen und den zugrunde liegenden Qualitätsbewertungen hat unlängst der Sachverständigenrat in seinem Gutachten 2007 "Kooperation und Verantwortung - Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung" sehr ausführlich berichtet. (Kapitel 5.3.3 Qualitäts-bezogene Vergütung (pay for performance, P4P): finanzielle Anreize für Qualitätsverbesserung, Langfassung des Gutachtens, S. 581-603).

Der SVR kommt dort zu der Feststellung, dass die bislang vor allem in den USA und im UK erprobtem System sehr heterogen sind und dementsprechend auch Evaluationsbefunde über Verbesserungen der Qualität durch P4P sehr widersprüchlich sind. Im Fazit werden zur Vermeidung von Fehlentwicklungen einige Anregungen formuliert.

• So sollten "Vergütungsanreize sich wegen der großen Bedeutung von Systemfaktoren in erster Linie an Organisationen und nicht einzelne Ärzte richten. Im Bereich der ambulanten Versorgung ist es zwar nicht zu vermeiden, auch einzelne Ärzte anzusprechen, die Einbeziehung von Ärztenetzen, Verbünden und anderen organisatorischen Konstruktionen ist jedoch vorzuziehen."
• "Die Vergütungsanreize sollten regelhaft mit anderen Anreizen und Methoden kombiniert werden, vor allem mit der Veröffentlichung von Qualitätsdaten (public disclosure), aber auch mit Feedback-Verfahren"
• "Die verwendeten Indikatoren sollten eine Kombination von Prozess- und Ergebnisindikatoren mit einzelnen Strukturindikatoren und eine sinnvolle Kombination von Routine- und klinischen Daten enthalten. Die Aufnahme von Effizienzkriterien ist grundsätzlich möglich und sinnvoll."
• "Der Gefahr einer Risikoselektion und der Benachteiligung vulnerabler Gruppen, insbesondere aber einer Verschlechterung der Versorgung multimorbider chronisch erkrankter Patienten ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Es müssen in den Projekten erkennbare Ansätze enthalten sein, wie diesen unerwünschten Auswirkungen entgegengewirkt wird."

Hier findet man das SVR-Gutachten 2007 "Kooperation und Verantwortung - Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung" (PDF, 903 Seiten)

Gerd Marstedt, 7.10.2007