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Epidemiologie
Übergewicht, Adipositas


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Übergewicht und Krebs - neue Metaanalyse

Artikel 1152 Andrew Renehan und Kollegen haben in einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse (LANCET 16.2.2008) das Verhältnis von Krebs und Körpergewicht (body mass index - BMI) untersucht. Von den zahlreichen bereits vorhandenen Metaanalysen unterscheidet sich diese nicht nur durch Aktualität sondern auch durch die Beschränkung auf die Auswertung prospektiver Studien, die Einbeziehung seltener Krebsarten und den internationalen Vergleich.

Die Metaanaylse umfasst 141 Publikationen mit insgesamt 282.137 Krebspatienten aus 76 Studien (67 Kohortenstudien, 6 in einer laufenden Kohortenstudie durchgeführte Fall-Kontroll-Studien, sog. nested case-control studies, und 3 randomisierte kontrollierte Studien).

Ein Anstiegt des BMI um 5 kg/m2 geht in dieser Auswertung mit einer Erhöhung des Risikos u.a. für folgende Krebsarten einher:
Männer
• Speiseröhrenkrebs (Adenokarzinom) 52%
• Schilddrüse 33%
• Dickdarm 24%
• Niere 24%
Frauen
• Gebärmutterschleimhaut (Korpuskarzinom) 59%
• Gallenblase 59%
• Speiseröhrenkrebs (Adenokarzinom) 51%
• Niere 34%

28 Studien stammen aus Nordamerika, 35 aus Europa und Australien, 11 aus Asien und dem pazifischen Raum. Bis auf einen stärkeren Zusammenhang bei Brustkrebs im asiatisch-pazifischen Raum zeigten sich keine wesentlichen regionalen Unterschiede.

Eine umgekehrte Beziehung zum BMI ergab sich für Lungenkrebs und das Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre - zwei Krebsarten die wesentlich durch Tabakrauchbestandteile verursacht werden. Dies wird erklärt durch den appetitmindernden Effekt des Rauchens und den im Vergleich zu Nichtrauchern niedrigeren BMI der Raucher.
Auch für Risikoerhöhung des Speiseröhrenkrebses (Adenokarzinom) bei höherem BMI gibt es eine naheliegende Erklärung - mit Anstieg des BMI steigt auch das Risiko für die sog. Refluxkrankheit, den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre mit der möglichen Folge krebsiger Entartung von Zellen der Speiseröhre.
Im Übrigen ist wenig über die Mechanismen der Verursachung von Krebs durch Übergewicht bekannt. Diskutiert werden Hormone (Insulin, Insulinähnliche Wachstumsfaktoren - insulin-like growth factors - und Adipokine) sowie die höheren Östrogenspiegel beim postmenopausalen Brustkrebs.
Durch die bevölkerungsweite Gewichtszunahme in den meisten Ländern gewinnt Übergewicht als kausaler Faktor für die Entstehung von Krebs eine zunehmende Bedeutung.

Podcast der Studie

Body-mass index and incidence of cancer: a systematic and meta-analysis of prospective observational studies Abstract der Studie - LANCET vom 16.2.2008

David Klemperer, 18.2.2008