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Welche Einzelfaktoren "befeuern" mit welcher Kraft den demografischen Wandel?

Egal, ob "Deutschland altert" oder "immer mal wieder ausstirbt": "Ursächlich dafür sind der seit langem anhaltende Anstieg der Lebenserwartung und die auch seit längerem beständig niedrigen Geburtenzahlen". So weit ein Teil der zahllosen Schlagzeilen und schlaglichtartigen Ursachenzusammenstellungen zum demografischen Wandel. Was weit seltener zu lesen oder zu hören ist, sind Antworten auf die eigentlich naheliegende Frage, wie stark der Einfluss der Einflussfaktoren denn im Ensemble ist und ob es nicht auch Einflüsse in Richtung Verjüngung der Bevölkerung gibt. [mehr...]

 


"Ja, wo explodieren sie denn?" - Cui bono oder Grenzen der Anbieter- "Epidemiologie" von Übergewicht und psychischen Krankheiten

Egal, ob es um die Entwicklung von alten, neuen, somatischen oder psychischen Krankheiten geht: Unterhalb von "Explosion" oder Epi-/Pandemie scheint es keine Entwicklungsdynamik mehr zu geben. Die maßgeblichen Propagandisten und schlussendlich auch Nutznießer dieser "Explosionen" sind die Angehörigen einer Allianz von traditionellen aber auch alternativen Therapeuten, Herstellern der passenden Arzneimittel, Berichterstattungs- und Präventionsexperten, Weiterbildungsanbietern und einem stetig wachsenden Heer von Gesundheitswirtschaftsbetreibern, denen verständlicherweise [mehr...]


Anzahl und Qualifikationsstruktur des Krankenhaus-Pflegepersonals durch Gesundheitspersonalstatistik um 20% und 50% überschätzt.

Während sich u.a. der GKV-Spitzenverband regelmäßig über die mehr oder weniger umfangreichen oder gesicherten quantitativen Erfolge des Pflegesonderprogramms freut und die unterschiedlichsten Pflegeexperten in Deutschland sich kräftig über die Absichten der EU-Kommission streiten, als Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung zur Pflegefachkraft eine mindestens 12-jährige Schulbildung zu verlangen, sieht die quantitative und qualitative Wirklichkeit der Pflegepersonen in Krankenhäusern noch wesentlich schlimmer aus als es schon die amtliche Statistik zeigt. Das zeigen jedenfalls die wesentlichen [mehr...]

 


"vdek-Basisdaten des Gesundheitswesens" zum sechzehnten Mal erschienen!

Bereits in der 16. Auflage, und immer leserlicher geworden, sind gerade die "vdek-Basisdaten des Gesundheitswesens 2011 / 2012" erschienen. Auf 64 Seiten fassen die AutorInnen meist weit verstreute aber in mancher gesundheitspolitischen oder -wissenschaftlichen Diskussion "irgendwie" zusammenhängend benötigten Daten kompakt zusammen. Dort wo es wichtig ist, liefern die Basisdaten auch Zeitreihen, die zum Teil bis 2010 reichen. Bei den Themenblöcken handelt es sich um Bevölkerung (z.B. Geburten- und Sterbefälle, Lebenserwartung bei der Geburt) Versicherte (z.B. [mehr...]


"Tamiflu III": Warum ein Review auf Daten von 68% der durchgeführten Studien zum Grippe-Blockbuster verzichten muss?

Wäre das Ganze ein Hollywoodfilm, finge spätestens jetzt die Kritik an von einem überzogenen, tendenziösen oder ideologischen Plot von notorischen Pharmagegnern und Halbwissenschaftlern zu reden. Das sprachlich etwas sperrige "Drehbuch" zur jüngsten Inszenierung des Themas "Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children" stammt aber weder aus Hollywood noch von dortigen Drehbuchschreibern, sondern von Mitgliedern der "Cochrane Acute Respiratory Infections Group" u.a. aus Rom (dort arbeitet der Leiter der Gruppe, Tom [mehr...]

 


Ambulant oder teilstationär vor vollstationär - gilt dies auch für die Behandlung von Menschen mit akut-psychiatrischen Störungen?

Wegen der häufig längeren Behandlungsdauer akuter psychiatrischer Störungen und wegen des Risikos einer zusätzlichen psychischen Belastung der PatientInnen durch Hospitalisierung gibt es verbreitete Kritik an den Kosten und des lebensqualitätsbezogenen Nachteile ihrer stationären Behandlung. Als einer der kräftigsten Nachteile gilt die zu lange Abschottung gegenüber den alltäglichen sozialen Bedingungen, die zwar zum Teil Ursache der psychischen Störung sind, aber Heilung ohne den produktiven Umgang mit ihnen aber schwierig ist. Als Alternative wird immer wieder eine Behandlung in [mehr...]


Conditional Cash Transfer für sehr arme Menschen in Mexiko - erwünschte Nebenwirkung: weniger Depressivität

Depression steht in enger Verbindung mit psychosozialen Faktoren wie Mangel an Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Lebensbedingungen und an sozialer Unterstützung, wahrgenommenem Stress, und niedrigem sozialen Status. Dies kommt in besonderem Maße zum Tragen bei Menschen, die in absoluter Armut leben. Eine vergleichende Studie hat jetzt gezeigt, dass die Minderung absoluter Armut bzw. die leichte Erhöhung des Haushaltseinkommens durch sog. Conditional Cash Transfer die Depressivität in einer Gruppe sehr armer Menschen mindert. Die Studie führten amerikanische Wissenschaftler im Rahmen der [mehr...]

 


PSA-Screening senkt auch nach 13 Jahren Beobachtungszeit nicht das Risiko an Prostatakrebs zu sterben

Was seit Jahren in vielen Untersuchungen mit kürzerer Laufzeit erkannt wurde, bestätigt auch die bislang am längsten, nämlich im Berichtsjahr 2009 13 Jahre laufende so genannte PLCO-Studie (Prostate, Lung, Colorectal and Ovarian Cancer Screening Trial) mit 76 .685 Teilnehmern aus 10 Screeningzentren im Alter von 55 bis 74 Jahren. Diese Teilnehmer wurden zufällig einer Gruppe zugewiesen, die 6 Jahre (bis zum Jahr 2006) regelmäßig an einem PSA-Screeningtest (PSA= prostataspezifisches Antigen) plus einer vierjährigen rektalen Untersuchung der Prostata teilnahm und einer Gruppe mit [mehr...]


Elternberichte über Sicherheitsmängel bei der Krankenhaus-Behandlung ihrer Kinder: Qualitativ relevant und starker Wissenszuwachs!

Für die USA und Kanada wird geschätzt, dass bei rund einem Prozent der stationär behandelten Kinder ein unerwünschtes Ereignis auftritt. 60% dieser Sicherheitsmängel oder Fehlbehandlungen können bei einer entsprechenden Sicherheits- und Fehlerkultur vermieden werden. Deshalb werden weltweit dafür geeignete, anonyme aber auch offene Melde- und Bewertungssysteme eingeführt, in denen Ärzte, Pflegekräfte und andere Beschäftigte im Krankenhaus unerwünschte Ereignisse oder Sicherheitslücken melden können, was wiederum gezielte Prävention auslösen kann. Auch wenn diese Art der Fehler- und [mehr...]

 


Unerwartetes zur Beschäftigungs- und Berufstreue sowie Einkommensentwicklung von Krankenschwestern und Co. 1993-2008 in SLH

Das "Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)" der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt sich kurzem intensiver mit dem Status quo sowie der bisherigen und künftigen Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte und dabei auch der der Gesundheitswirtschaft. Welche interessanten und teilweise unerwarteten Ergebnisse hier zu erwarten sind, zeigt der vom IAB-Nord erstellte Bericht "Gesundheitswirtschaft in Schleswig-Holstein. Leit- und Zukunftsbranche für den Arbeitsmarkt". Der Bericht über das "Gesundheitsland" Nummer 1 der BRD enthält die folgenden Rubriken: [mehr...]


Avastin bei Eierstockkrebs: Länger leben ohne Krankheitsverschlimmerung aber mit Nebenwirkungen und insgesamt nicht länger!?

Während der Pharmakonzern Roche pünktlich vor Weihnachten 2011 von der "European Medicines Agency (EMA)" die Zulassung ihres Medikaments Avastin für die Versorgung von Patientinnen mit Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium erhielt, zögert das us-amerikanische Tochterunternehmen Genentech nach einem Gespräch mit der US-Zulassungsbehörde "Food and Drug Administration (FDA)" und dem Vorliegen zweier von ihr mitfinanzierten Studien, die Zulassung in den USA aktiv zu betreiben. Unter der Überschrift "Avastin Disappoints Against Ovarian Cancer" zitiert die [mehr...]

 


Zu kurze Liegezeiten können gefährlich werden

Eine interessante internationale Vergleichsstudie veröffentlichte das renommierte us-amerikanische Ärzteblatt Journal of the American Medical Association in seiner ersten Ausgabe des Jahres 2012. Diese Untersuchung bestätigt zwar zum einen das bekannte und gesundheitspolitisch viel diskutierte Phänomen vergleichsweise langer Liegedauern in deutschen Krankenhäusern. Zum anderen aber liefert sie Hinweise darauf, dass eine ökonomisch attraktiv erscheinende Verkürzung der stationären Behandlungszeiten nicht unbegrenzt sinnvoll sein dürfte. Die Studienpopulation umfasste insgesamt 5.745 [mehr...]


Ethisches für Ärzte und Nichtärzte in den USA und anderswo: 6. Ausgabe des "Ethics Manual" des "American College of Physicians"

Wer sich für das Niveau, die Aktualität und die Form der Darstellung und Kommunikation über die Ethik medizinischen oder ärztlichen Verhaltens außerhalb Deutschlands oder auch als Alternative zum in Deutschland etablierten Ethik-System interessiert, kann sein Interesse am Beispiel des gerade zum sechsten Mal seit 1984 überarbeitet veröffentlichten "Ethics Manual" des "American College of Physicians" ausführlich befriedigen. Während die "Zentrale Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten" bzw. die "Zentrale Ethikkommission" [mehr...]

 


Nackenschmerzen? Es muss nicht immer ein nichtsteroidales Antirheumatikum sein: Anderes ist mehr!

An Nackenschmerzen leiden ca. 70% aller Menschen zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens. Umso verwunderlicher ist der Mangel an Untersuchungen, die bei der Wahl von Therapien gegen das akute oder auch bereits chronische Auftreten dieser Schmerzen Entscheidungshilfen liefern können. Vielfach greifen daher Ärzte und Patienten zu den symptomatisch meist wirksamen nichtsteroidalen Antirheumatika - Schmerzmittel mit entzündungshemmender Zusatzwirkung. Dass es auch anders und ohne die nicht seltenen und mehr oder weniger schweren Nebenwirkungen dieser Arzneimittel geht, unterstreicht nun eine Studie, [mehr...]


Gemeinsame Entscheidungsfindung ja, aber wie entscheidungsfähig sind Patienten und womit stellt man dies verlässlich fest?

So wichtig die informierte und gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Patienten und Ärzten für die Akzeptanz, Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit in der Krankheitsversorgung ist, so wichtig ist dabei die Voraussetzung, dass die Patienten überhaupt (mit-)entscheidungsbereit und entscheidungsfähig sind. Zu der Frage wie viele Patienten ausreichend Entscheidungsfähigkeit besitzen und wie man diese am besten misst, wurden in einem im "Journal of American Medical Association (JAMA)" im August 2011 veröffentlichten Review die Ergebnisse von bis zum April 2011 vorliegenden 43 [mehr...]

 


Hohe Übereinstimmung der Vorhersage der Gesamtsterblichkeit durch subjektive und "objektiv"/ärztliche Gesundheitsbewertung

Vorhersagen des gesamten Sterberisikos durch die Bewertung des Gesundheitszustandes durch Ärzte auf Basis "objektiver" Symptome und Diagnosen und von Individuen auf der Basis subjektiver Symptome, funktionaler Einschränkungen und der Lebensqualität stimmen erneut bemerkenswert überein. Unterschiede gibt es bei der Vorhersage der Sterblichkeit durch Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen. Dies ist das Ergebnis einer Kohortenstudie (der so genannten "Zutphen Elderly Study") mit 710 zu Hause lebenden niederländischen Männer im Alter von 64 bis 84 Jahren, die bis zu ihrem Tod [mehr...]


Friede auf Erden und im OP oder Orthopäden sind nicht ganz so stark wie ein Ochse und auch nicht nur halb so gescheit !

Das bevorstehende Weihnachtsfest bietet auch der Gesundheitswissenschaft die Gelegenheit mit schrecklichen Vorurteilen über Ärzte aufzuräumen. Ob das wirklich zu einem nachhhaltigen vorurteilsfreien Miteinander von Patienten und Ärzten und von Ärzten mit Ärzten führt, lässt sich trotz der jüngsten Forschungsergebnissen zum professionellen Image bezweifeln. Ausgangspunkt einer Studie über deren Ergebnisse jetzt in der Weihnachtsausgabe des "British Medical Journal (BMJ)" berichtet wird, ist das Vorurteil, dass operierende Orthopäden im Vergleich mit anderen Fachärzten zwar wahre [mehr...]

 


Dekubitusprophylaxe für ältere Patienten muss bei den wenigen Stunden auf Tragbahren in Notfallambulanzen anfangen, und lohnt sich

Druckgeschwüre oder Dekubiti gehören zu den am schnellsten entstehenden und schwersten unerwünschten Nebenwirkungen bei zum Liegen gezwungenen Patienten im Krankenhaus oder auch von bettlägrigen häuslichen Patienten oder Heimbewohnern. Wenn erst einmal ein Druckgeschwür entstanden ist, ist es sehr aufwändig, es wieder weg zu bekommen und weitere Folgen zu vermeiden. Deshalb gelten gezielte präventive Maßnahmen wie das personalintensive ständige Umlagern gefährdeter PatientInnen oder druckentlastende Unterlagen bzw. Matratzen zu den anerkannten Gegenmitteln. Da weder zusätzliches Personal [mehr...]


Als ob es nicht bereits genug multiresistente Krankheitserreger gäbe: Breitband-Antibiotika gegen Erkältungen boomen in den USA.

Winterzeit ist Erkältungszeit und damit auch Antibiotika-Verordnungszeit. Und da auch Krankheitskeimen sich global verbreiten, verbreiten sich erwünschte aber auch unerwünschte Effekte unangebrachter Behandlungen rasch in den Erdteilen und Regionen mit hohem Mobilitätspotential. Was also in den USA im Bereich der Verordnung von Antibiotika passiert und welche besonderen Problematiken dabei auftreten, ist daher auch für die künftige Entwicklung in Deutschland relevant (siehe zur Situation in Deutschland u.a. eine mit zahlreichen Hintergrundinformationen angereicherte regionale Studie aus dem [mehr...]

 


Geringe Arbeitsfähigkeit im mittleren Alter ein Frühwarnindikator für große Gesundheitsprobleme im Alter

Ein großes Problem der Prävention arbeitsassoziierter Frühinvalidität und gesundheitlicher Probleme im Alter ist, diese Risiken so früh und verlässlich wie möglich identifizieren und quantifizieren zu können. In einer repräsentativen Studie mit 5.971 44-58-jährigen finnischen BürgerInnen, deren gesundheitlicher Zustand über 28 Jahre hinweg untersucht wurde, erweist sich der Indikator der "work ability" oder Arbeitsfähigkeit im mittleren Lebens- und Arbeitsalter als für diese Zwecke tauglich. Arbeitsfähigkeit ist das Ergebnis der Interaktion von Arbeitsbedingungen und Individuum und [mehr...]


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